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Radgenuss mit Öko-Plus

Radgenuss mit Öko-Plus

Foto: djd/Stadt Ellwangen

Ellwangen ist ein idealer Ausgangspunkt für Erkundungstouren in die Umgebung.

Wälder, Seen, Ökohighlights: Der "Grüne Pfad" im Ellwanger Seenland

(djd/pt). Radeln ist bekanntlich von Haus aus "öko". Statt Treibstoff zu verbrauchen, durch die Gegend zu düsen und die Luft mit Abgasen zu schwängern, ist gesunde Bewegung angesagt. Entschleunigt geht es Tritt für Tritt voran. Wer im Urlaub Auszeit vom Auto nimmt und die Ferienregion erradelt, punktet daher mehrfach. Er schont die Umwelt, erspart sich Benzinkosten und Stress, bleibt fit - und lernt Land und Leute intensiv kennen. Heißt das Reiseziel Ellwangen, gibt's noch "grüne" Extrapunkte dazu.

Radparadies mit "Grünem Pfad"

Die über 1.200-jährige Stadt an der Jagst (mehr unter www.ellwangen.de) lockt nicht nur mit schwäbischer Gastlichkeit und einem Bilderbuchambiente, das Romantiker ebenso begeistert wie Kulturfans. Ellwangen ist auch ein idealer Ausgangspunkt für Erkundungstouren in die Umgebung. Ein Netz gut ausgebauter Radwege führt von hier aus in die Landschaften der Schwäbischen Ostalb, vorbei an zahlreichen Sehenswürdigkeiten und Kleinodien. Je nach Lust, Laune und Kondition hat man die Wahl zwischen verschiedenen Routen. Sportive Biker kommen auf dem anspruchsvolleren "Ellwanger Achter" auf Touren, während auf Genussradler, Naturfreunde und Umweltbewusste ein Abenteuer besonderer Art wartet: der "Grüne Pfad" im Ellwanger Seenland.

Wälder, Seen, Solartechnik

Start und Ziel der abwechslungsreichen Strecke, die auf rund 90 Kilometern die Seen und Weiher, Dörfer, Natur- und Baudenkmäler des nahen Umlands erschließt, ist Ellwangen. Genauer: der Parkplatz beim Verwaltungsgebäude des regionalen Stromversorgers an der Siemensbrücke. Damit macht das im Rahmen der lokalen Agenda 21 realisierte Projekt "Grüner Pfad" seinem Namen von Anfang an Ehre. Denn neben der Siemensbrücke hat der Stromversorger eine kleine Photovoltaikanlage installiert, die Sonnenlicht in Strom verwandelt - und an der hantiert werden kann. Nach dieser Praxis in Sachen Solartechnik geht es unterhalb der barocken Wallfahrtskirche am Schönenberg über Holbach und Stocken mitten hinein ins satte Grün des großen Ellwanger Waldgebietes, wo es Rot- und Schwarzwild gibt. Vom einstigen Jagdbann der Ellwanger Fürstpröpste aus radelt man dann über den Muckenweiher weiteren spannenden Natur-, Kultur- und Umwelterlebnissen entgegen.

"Bio-" und andere Spezialitäten

Der Häslewald etwa wartet gleich mit drei Attraktionen auf: mit Mammutbäumen, der "längsten Bank der Welt" und einem Waldlehrpfad. Die Windkraftanlage auf dem Weg nach Ellenberg ist ebenfalls einen zweiten Blick wert. Der Abstecher zum nahen Flurbereinigungshäusle mit Brunnen und Rastplatz lohnt ebenso wie der Besuch im Damwildgehege am Ortseingang von Wört, einem schmucken alten Ort an der schilfumsäumten Rotach. Deren Tal ist übrigens Herzstück der RiesWasserVersorgung und bietet obendrein Bibern Lebensraum. Ob romantische Schlösschen und Mühlen, historische Kirchen und Wallfahrtskapellen, idyllische Weiherlandschaften wie beim Limesturm nahe Mönchsroth oder Naherholungsgebiete mit Badesee: Jede Station, jeder Streckenabschnitt hat eigene Reize - nicht zuletzt in puncto "Bio".

Interessant ist nicht nur, dass im über 900-jährigen, malerischen Tannhausen ein Unternehmen seinen Sitz hat, das Biogasanlagen herstellt. Die Route eröffnet auch Einblicke in landwirtschaftliche Strukturen und bäuerliche Betriebe der Region. So liegen außer einer Schäferei und einem Lehrbienenstand Biolandbetriebe und andere Bauernhöfe am Weg, die Besucher willkommen heißen. Das dürfte vor allem Genießer freuen, denn viele Höfe sind Direktvermarkter und bieten frisch von der Quelle regionale Produkte an, die einem schon bei der Einkehr in gemütlichen Gastwirtschaften bestens gemundet haben.