Urlaubsgold an der Silberstraße
Foto: djd/Tourismusverband Erzgebirge e.V.
Bergwiese bei der alten "Bergstadt" Annaberg-Buchholz: Entlang der Silberstraße erstrecken sich herrliche Mittelgebirgslandschaften.
Erlebnis Erzgebirge: 800 Jahre Bergbaukultur und Gesundheitsoasen unter Tage
(djd/pt). Ursprünglich hieß nur die Zeit, in der sich das Nadelkleid der Lärchen golden färbt, "goldener Herbst". Aber auch anderes leuchtet jetzt in diesem Farbton: reife Birnen, Blätter, die im bunten Laub aufblitzen, Sonnenglanz, der die Natur verzaubert. Zusätzlich vergolden kann man sich die reizvolle Saison mit Reisen ins Erzgebirge. Wo früher Silber geschürft wurde, lockt nämlich heute pures Urlaubsgold.
Zeitreise auf der Silberstraße
Wer auf der Silberstraße (mehr unter www.tourismus-erzgebirge.de) im Süden Sachsens unterwegs ist, lernt nicht nur eine herrliche Mittelgebirgslandschaft kennen, sondern erlebt auch Zeitreisen durch 800 Jahre Bergbaukultur. Entlang der 230 Kilometer langen Route durchs Erzgebirge reihen sich Sehenswürdigkeiten wie Perlen aneinander, denn Silber und andere Bodenschätze machten die Region einst reich. Malerische alte "Bergstädte" wie Schneeberg, Scheibenberg, Annaberg und Marienberg künden mit ihren mächtigen spätgotischen Hallenkirchen und Kunstschätzen bis heute von dieser Blütezeit des Erzbergbaus. Ebenso spannende Entdeckungen warten auf den Spuren berühmter Landeskinder, etwa des weltbekannten Orgelbauers Gottfried Silbermann, dessen Orgeln heute noch in 15 Orten an der Silberstraße erklingen. Im Schloss Freudenstein in Freiberg dagegen ziehen einmalige Schätze die Besucher in ihren Bann: Mit insgesamt 3.500 Mineralien, Edelsteinen und Meteoriten präsentiert die Ausstellung "terra mineralia" (www.terra-mineralia.de) die weltweit größte Sammlung seltener Steine.
Bergbaukultur und Heilstollen
Wie lebendig Bergbaukultur und Brauchtum an der Silberstraße sind, obwohl die letzte Grube vor zehn Jahren schloss, zeigen die prächtigen Bergparaden und -märsche. Bergmännische Traditionen lassen sich in mehr als 30 Museen, auf 154 Kilometern Bergbaulehrpfaden und in elf Schaubergwerken erkunden. Doch die geheimnisvolle Welt unter Tage hat noch mehr zu bieten. Da die staubfreie, saubere Luft der Besucherbergwerke Balsam für die Atemwege ist, stehen Erholungsuchenden auch zwei Heilstollen zur Verfügung: Im Asthma-Heilstollen der Zinngrube Ehrenfriedersdorf und dem Ruhestollen der "Reichen Zeche" Freiberg kann man Gesundheit für kommende kalte Tage tanken.



